Folge 9 vom 23.01.2019

Begeisterung

statt Beförderung

S01E09 - Begeisterung statt Beförderung

 

Immer höher, immer weiter, immer mehr Geld! In vielen Unternehmen herrscht noch Einigkeit darüber, dass die Motivation der eigenen Mitarbeiter maßgeblich von den Karrierechancen abhängig ist. Doch sind es wirklich die monetären Anreize oder potenzielle Aufstiegschancen, die die Mitarbeiter langfristig motivieren? Zusammen mit Sydney Burdick von trivago und Florian Lanzer von Venture Idea gehen Alexander und Lysander der Frage nach, welche Anreize zu einer langfristigen Begeisterung beitragen und klären den Unterschied zwischen einer extrinsischen und einer intrinsischen Motivation. Auch Michael und Michel von der Rheinische Post Mediengruppe diskutieren über Rollenbilder und Alternativen zur klassischen Aufstiegsmentalität. 

Dass dies kein neues Thema zwischen den beiden ist und welche abweichenden Standpunkte M&M vertreten, erfahrt ihr in dieser Folge!

 

Wie seid ihr zu motivieren? Strebt ihr schon die nächste Beförderung an oder seid ihr mit eurer derzeitigen Position so zufrieden, dass ihr jeden Morgen motiviert und begeistert zur Arbeit kommt? Und was sind eure Tipps, um andere zu motivieren?

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Show Notes

[00:00] Heute melden wir uns mal wieder aus den gemütlichen Räumen der Rheinische Post Mediengruppe. Alexander und Lysander sind etwas übermüdet, denn beide haben gestern bis spät in die Nacht gearbeitet. Doch was motiviert einen, sich so spät noch an den Schreibtisch zu setzen? Für das Duo sind es vor allem die „Spaßaufgaben“, die beide glücklicherweise unterschiedlich bewerten.

 

[05:31] Ein bekanntes Sprichwort besagt: „Oben ist immer besser“ und beinahe jede Stellenausschreibung wirbt heute mit exzellenten Aufstiegschancen. Doch sind wir wirklich glücklicher, je weiter oben wir auf der Erfolgsleiter sitzen? Zu Gast ist Florian Lanzer von Venture Idea und zusammen diskutieren die drei darüber, wie sich Begeisterung und Beförderung zueinander verhalten. 

 

[12:32] Studien belegen, dass während die positiven Aspekte einer Beförderung tendenziell sinken, die negativen Aspekte(z.B. Arbeitszeit und Stressniveau) in der Regel ansteigen. Nach durchschnittlich drei Jahren vergeht die durch eine Beförderung entstandene Motivation.

 

[15:17] Extrinsische vs. Intrinsische Motivation: In einer viel zitierten psychologischen Studie, hat man die Auswirkungen unterschiedlicher Motivation auf kreative Kinder untersucht. Die spannenden Ergebnisse lassen sich optimal auf das Berufsleben übertragen.

 

[21:40] Doch wie können Mitarbeiter langfristig motiviert werden, wenn monetäre Ansätze oder Beförderungen keine nachweisbaren langfristigen Effekte mit sich bringen? Die Frage ist eigentlich nur individuell zu beantworten, da jeder Einzelne unterschiedlich relevante psychologische Grundbedürfnisse erfüllt haben möchte.

 

[25:39] Es geht weniger um die von außen beigefügte Motivation, als vielmehr darum, seinen Mitarbeitern die Rahmenbedingung zu schaffen, sich selbst zu motivieren. Ein Thema, das nicht neu ist und bereits in den 60er Jahren durch die Theorie X und Y von dem Professor Douglas McGregor geprägt worden ist.

 

[29:33] Der Google Spirit als Beispiel für Begeisterung: Ein über allem stehender Teamgedanke und Teamgeist führt zu einer starken sozialen Eingebundenheit und fördert gleichzeitig das Gefühl, gebraucht zu werden und Bedeutung in der eigenen Arbeit zu sehen.

 

[31:57] Sydney Burdick arbeitet bei trivago und teilt Ihre Erfahrungen zur Motivationskultur ihres Arbeitgebers, denn Beförderungen im klassischen Sinne gibt es bei trivago fast nicht. Im Fokus steht ein Rotationsprogramm, durch welches jeder Mitarbeiter immer die Möglichkeit bekommt, seine Rolle und Aufgaben im Unternehmen zu ändern. Dieses System fördert die Neugier, die laut Sydney Burdick maßgeblich für Motivation und eine persönliche Weiterentwicklung verantwortlich ist.

 

[37:32] Nicht alle Menschen streben eine steile Karriere an, auch da Theorien besagen, dass man so lange befördert wird, bis man praktisch überfordert ist. Und trotzdem gibt es noch Unternehmen, die eine strikte „up or out“-Politik pflegen.

 

[40:25] Gedankenspiel: Ist es vorstellbar, dass ein Top Manager eines Milliarden-Unternehmens seine Position hinschmeißt, um in einem kleinen Unternehmen ohne Hierarchien und Aufstiegsmöglichkeiten anzuwerben?

 

[45:23] M&M übernehmen und Michel greift gleich das Gedankenspiel wieder auf. Könnte sich Michael vorstellen die RP zu verlassen um zu einem kleinen Unternehmen zu wechseln? Der Managing Director lässt sich auf das Spiel ein und erzählt über seine Erfahrungen rund um das Thema Beförderung.

 

[50:44] „Ein gesundes Niveau an Problemen“ ist der Hauptantreiber für Michael, den Langeweile komplett frustriert. Für Michel ist es vor allem die Freiheit, in seiner derzeitigen Position Dinge auszuprobieren und anzustoßen.

 

[54:10] Begeisterung aus einer Beförderung ziehen? Für Michel käme das vor allem über die Möglichkeit, sich selbst zu beweisen, Dinge ändern zu können und andere Menschen zu motivieren. Ob das nicht auch ohne Beförderung ginge, will Michael wissen. Eine augenscheinlich nicht ganz neue Diskussion zwischen den beiden.

 

[59:15] Outro: Team Michael oder Team Michel? Mit einem Augenzwinkern nehmen Alexander und Lysander die ungelöste Diskussion zwischen M&M zum Feierabend nochmal kurz auf.

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